24
Jan
10

Sehnsucht nach Sommer?

Ich liebe die Kälte.

Ich mag es, wenn der eisige Ostwind das Gesicht zerbeißt, aber ich habe Sehnsucht nach dem Meer und den Nächten die man dort im Freien verbringen kann. Lieber Frühling, ich rolle Dir jetzt schon mal den roten Teppich aus….

Ahrenshoop by hyke

Ahrenshoop by hyke

Ahrenshoop by hyke

20
Jan
10

Haus des Reisens, Berlin



Bilder: Hyke

DDR Architektur par excellence an einem sonnigen Spätherbsttag.

15
Jan
10

Damals und Heute- Ladenpassage Alexanderplatz


Foto: Hyke

Leider verschwand vor einiger Zeit mit dem “Schmuckkästle” der letzte Laden aus DDR Zeiten in der U-Bahn- Passage Berlin Alexanderplatz.
Die modernen Fressbuden sind willig, das Fünffache der Ladenmiete zu bezahlen, die die BVG verlangt.

08
Jan
10

Venezianische Spätherbstmomente

Die Serenissima geht unter, nicht nur dass das Wasser den Einheimischen und Touristen bis zu den Knien steht, französische und deutsche Speisekarten reichen schon lange nicht mehr aus. Chinesisch und russisch steht nun ganz oben. Der kleine Marco-Polo Flughafen überfüllt mit russischen und chinesischen Maschinen. Gott sei Dank, stille Orte und Momente finde ich immer noch in der idyllischen Lagune, kommt doch kaum ein Tourist jenseits der Tourimeile. Ich hatte zum Glück meine Gummistiefel und gute Laune. Weitere Bilder folgen…

Warten auf Kundschaft

Day

nand

..Night ( gleicher Ort)

Marktplausch

Ruhepol

Buntes Burano…

Hunde…

..und Katzen…

Im Gheto ( kein Schreibfehler)

Orthodoxes Zweiradfahren

Badepause des Gondoliere

Versuchungen…

Horrortourismus..

Trinkgeld zählen…

Mittagsspritz

Mein liebstes Bild

30
Sep
09

Erstmal tschüss…

Ich möchte mich hiermit für unbestimmte Zeit verabschieden.

Ich habe momentan keine Lust mehr auf die digitale und keinen Spaß mehr an der digitalen Welt.

Womöglich liegt es daran, dass mich das wahre Leben momentan zu sehr fordert, mir die Zeit fehlt und mir die Anonymität hier immer fremder statt vertrauter wird. Zu viele Kranke, Netzsüchtige, Besserwisser, zwanghaft nach Aufmerksamkeit gierende und Weltfremde haben auch einen Teil dazu beigetragen, damit meine ich aber nicht meine liebenswerten und treuen “Stammkunden” hier.

Das wird sich sicherlich auch wieder ändern, ich nehme mir Urlaub und genieße solange den Stress und die Freuden “da draußen”.

Bis dahin: ALLES GUTE AN ALLE!!!!!!

20
Sep
09

Gleis 17, Impressionen

Ab Oktober 1941 wurden über 58 000 Juden aus Berlin in die Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert. Die Synagoge Levetzowstraße (Tiergarten) und das jüdische Altersheim in der Großen Hamburger Straße (Mitte) waren die beiden großen Sammellager. 1941 und 1942 erfolgten die Deportationen überwiegend vom Bahnhof Grunewald aus – danach vom Bahnhof Putlitzstraße (Tiergarten). Anfangs wurden einfache Personenzüge eingesetzt später Viehwaggons. Die Reichsbahn berechnete für die Beförderung vier Pfennige für Erwachsene und für Kinder 2 Pfennige pro gefahrenen Bahnkilometer. Bezahlen mußte das die jüdische Gemeinde.

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Gleis 17, S-Bahnhof Berlin, Grunewald.

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Heute wächst “Gras” – Efeu über das Gleis.

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Eingang

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Die letzten Stufen für Tausende.

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Gedenktafeln überall….

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Dennoch:  Es ist, im Gegensatz zum künstlich erbauten Gedenk-Hügel in Mitte, der sich bereits als Picknick und Notdurftplatz etabliert hat, ein Ort, an dem man die grausige Geschichte noch spürt, wie es authentischer nicht sein könnte. Und trotzdem weht hier ein frischer Wind, kein Mensch weit und breit.Von Touristen keine Spur.

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Blau ist die Erinnerung.

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Diese authentische und einzigartige Gedenkstätte hat Tag und Nacht geöffnet. Es ist das erste zugängliche Gleis im S.Bahnhof Berlin-Grunewald. Man kann auch außenrum gehen, rechts vom Bahnhof, nach 50 Metern erreicht man das Gleis 17

15
Sep
09

wie der Herr, so der Hund

In nur 3 Minuten 2 Schnappschüsse! Der Spruch scheint ja doch recht häufig zu stimmen!

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Fortsetzung folgt!

15
Sep
09

Good Bye Lenin?

Ich befasse mich sehr gerne mit der Kunst und Architektur des Sozialismus. Auch wenn ich nachvollziehen kann, dass diese Kultur in ehemals sozialistischen Ländern auf Ekel, Abscheu und Desinteresse stößt, bin ich der Meinung, dass z.B eine Verbannung von öffentlichen Plätzen NICHT immer gleich gesetzt werden muss mit der totalen Zerstörung des Kunstwerks.
Das hatten wir in unserer Geschichte leider zu oft. Voreiliges Handeln und überschnelle Vernichtung oder Beseitigung von Bauten und Kunstwerken aus den 20er, 50er und 70er Jahren führen heute dazu, ihnen Seltenheitswert anzurechnen und das, was noch geblieben ist, unter Denkmalschutz zu stellen. hier ein typischer Fall aus “jüngster” Geschichte der Kunst des sozialistischen Realismus:

Der Berliner Lenin war 19 Meter hoch und aus ukrainischem Granit gefertigt. 21  Jahre stand er auf
dem Platz der vereinten Nationen.
Am 13 November 1991 erfolgte in Berlin Friedrichshain die symbolische  Abtrennung
von Lenins Kopf. Nachdem auch der Rest des Mammut-Denkmals abgerissen wurde, zerlegte man den einstigen Gründer der Sowjetunion und verscharrte seine Überreste in der Seddiner Heide bei Berlin-Köpenik.
Dort ruhte er friedlich unter einem Sandhügel bis zum Jahre 2009. im Jahre 2005 baten die Nachkommen des Bildhauers Nikolai Tomski den Berliner Senat, einen sicheren Ort mit Schutz vor Witterung und Vandalismus zu suchen.
Im Juli 2009 wurde nun bekannt gegeben, dass der 3,5 Tonnen schwere Kopf ausgegraben werden solle und
ab Herbst 2012 im Rahmen einer Ausstellung in der Spandauer Zitadelle ausgestellt werde. Also, geht doch!

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Schmunzeln musste ich dennoch, als ich kürzlich über den Vorfall in Sankt Petersburg las: Einem Lenin  wurde  im wahrsten Sinne des Wortes den A… aufgerissen. Unbekannte platzierten eine Bombe in der Statue, die ein Loch mit einem Durchmesser von einem Meter an Lenins Gesäß verursachte. Verletzt wurde aber niemand.

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Lenins werden immer seltener, sie werden abgebaut, abgerissen, zerstört und verbuddelt. Und nicht nur Lenins. In den Gebieten der ehemaligen DDR verschwinden hochinteressante Wandmalereien und Schmiedearbeiten von einst bekannten Künstlern.

Als 1949 der Staat der DDR gegründet wurde, wurde nicht nur das sowjetische System in der Ostzone übernommen, sondern auch die damit verbundene Kultur. Bilder von fleißigen Bauern auf dem Feld und glücklichen sozialistischen Familien mit rotwangigen, gesunden Kindern haben mittlerweile Seltenheitswert.

800px-Max_Lingner_BMFMax Lingner “Aufbau der Republik” 1952/53, Berlin, Bundesministerium f. Finanzen

Dresden

Dresden, Kulturpalast, “Der Weg der roten Fahne” Gerhard Bondzin (Wiki)

Wandbild und Brunnen von Walter Womacka, Berlin, Alexanderplatz

10
Sep
09

Wieder gestolpert

Heute morgen “stolperte” ich erneut und zwar nur wenige Meter meines Hauses entfernt.

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In der Onkel Tom Strasse, Berlin befinden sich 4 Einfamilienhäuser, die 1923 unter der Leitung von Erich Mendelsohn (und Richard Neutra) erbaut wurden. Doch diesmal geht es mir nicht um die Architektur, sondern um den Stolperstein, der wohl erst kürzlich vor dem Haus in das Kopfsteinpflaster eingesetzt wurde.

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“Hier praktizierte Dr. Fritz Demuth, JG 1892

Flucht-Holland

Deportiert-Auschwitz

Für tot erklärt.

Über Fritz Demuth gibt es eine Veröffentlichung von Thomas Lennert im Hentrich&Hentrich Verlag für 5,90 €

Fritz Demuth, Kinderarzt, Wissenschaftler, Künstler

Der Kinderarzt Fritz Demuth wurde 1892 als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Berlin geboren. Neben der Ausbildung als Facharzt für Kinderheilkunde und seiner allseits geachteten wissenschaftlichen Arbeit auf den Gebieten der Gewebezüchtung und der experimentiellen Zellforschung lebte er auch künstlerische Intentionen aus, die u.a. zu sehr freundschaftlichen Beziehungen zu dem Komponisten Ernst Krenek führten. Fritz Demuth legte nach eigenem Bekunden großen Wert darauf, “nicht nur der Diagnostiker und Therapeut, sondern der Arzt und der persönliche Freund der Familie zu sein, deren Kinder ich behehandele”. Nach dem Entzug der Approbation und der Schließung seiner Praxis gelangen ihm und seiner Familie noch 1939 die Emigration nach Holland, von wo er 1944 nach Auschwitz dportiert wurde. Als Folge seines Einsatzes in den Krankenbaracken des Vernichtungslagers starb er im Mai 1944 an Entkräftung und Fleckfieber.

07
Sep
09

KGB Gefängnis, Potsdam

Eine Führung im KGB Museum ist durchaus  lohnenswert. Meine Begleitung und ich verließen gedankenvoll diese Räumlichkeiten. Das ehemalige KGB Gefängnis in Potsdam eröffnete erst im Frühjahr 2009 für die Öffentlichkeit ihre Räume. Das Haus selbst wurde bereits 1916 erbaut, im typisch wilhelminischen Stil wie viele Häuser in dieser Ecke. Betrachtet man sich die wilhelminischen Villen der Gegend, so erkennt man doch einige Details wieder. Hier, wo sich des ehemalige Gefängnis befindet,  hatte die evangelische Frauenhilfe Potsdam bis zum 2. Weltkrieg ihren Verwaltungssitz.

Das Dachgeschoss wurde nach dem 2. Weltkrieg nicht mehr aufgebaut, an der Fassade erkennt man noch Reste der neo-romanischen Dekorationen.

Schon während der Potsdamer Konferenz im benachbarten Schloss Cecilienhof wurde dieses ehemalige Villengebiet abgeriegelt und mutierte zu einem sowjetischen Dorf heran. Das gesamte Viertel war fast ein halbes Jahrhundert komplett vom Rest der Stadt Potsdam abgeriegelt. Im Sommer 1945 zog hier die sowjetische Spionageabwehr ein.  In der Zeit zwischen August 1945 und Frühling 1947 warteten hier im Keller zum Tode Verurteilte auf ihre Vollstreckung. Seit Frühjahr 47 diente dieses Haus ausschließlich als Untersuchungsgefängnis der Spionageabwehr für die gesamte SBZ/DDR mit Ausnahme Ost-Berlins. 

Dieses Gefängnis wurde unter dem Einfluss des berüchtigten Iwan Serow (er handelte im Auftrag des Diktators Stalins)   betrieben. Noch zu Sowjetzeiten  wurde Serow “wegen Verletzung der Rechtsstaatlichkeit während seiner Tätigkeit in Deutschland” aus der KPdSU ausgeschlossen und man entließ ihn. Die Abwehr  der Sowjets verfolgte weniger Kriegsverbrecher oder  Nazis, sondern man inhaftierte vor allem die Bürger der SBZ, die nicht einmal gegen Gesetze verstoßen hatten. Beweise gibt es genug: Vor Allem durch die sowjetischen Rehabilitationen und die vielen Berichte der Zeitzeugen,  die hier ausgestellt sind und erwähnt werden.

Bis 1953 waren hauptsächlich Bürger der SBZ/ DDR hier Vorort  inhaftiert. Erst 1983 endet die Nutzung als Gefängnis und seit Mitte der Neunziger Jahre ist das Haus wieder im Besitz der evangelischen Kirche.

Hier in der Potsdamer Leistikowstraße wurden deutsche aber auch russische Stalin-Gegner, “Abweichler” und anderweitig Verdächtige inhaftiert und gequält. Viele landeten im sibirischen GuLAG.

Das Gefängnis kann nur mit Führung betreten werden, und das ist auch gut so, denn die Geschichte lebt von den Berichten der Zeitzeugen, die hier während des Rundgangs immer wieder übermittelt wurden. Man erfährt von einem 15 jährigen Jungen, der, weil er einmal russisch schwänzte, 25 Jahre inhaftiert wurde, ebenso ein armer Kerl, der eine Waffe besaß, mit der er in den Nachkriegsjahren lediglich etwas gewildert hatte, um nicht zu verhungern. Die Häftlinge konnten sich nicht waschen und für die Notdurft gab es, zumindest in den Luxuszellen einen Eimer. Eine Zelle misst höchstens einen Quadratmeter, eine Frau verbrachte dort 5 Tage stehend im Neonlicht, inmitten ihrer Exkremente. Das Haus wurde nicht saniert, weder innen noch außen, lediglich ein schlichter moderner Vorbau wurde letztens erbaut. Sehr gut gelöst, finde ich.

Am Wochenende zwischen 11 und 17 Uhr jeweils zur vollen Stunde mit Führung zu besichtigen.

Mehr Fotos gibt es auf der Bildergalerie der Homepage zu sehen: Fotos

Und hier: (Danke, Herr K.)

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Altes Zeugs

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